F a m i l i e n Q u i r i n g

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Grab des Johannes Quiring     

 Johannes Quiring, * 1851, + 1912

Johann Quiring, a Mennonite teacher and elder in Russia, was born at Tessensdorf near, West Prussia, Germany, on 12 September 1851. In 1855 his parents settled at  Samara, Russia. He obtained his teacher’s certificate in 1870, upon completion of the course at the Marienkirchenschule, Saratov. He taught at Köppental 1870-89, and after the school was reorganized into a secondary school (Ministerialschule ) he was instructor in Bible there 1898-1911. He served on the school board 1884-1911.

On 25 October 1881, Johann Quiring was elected minister and in 1884 elder to succeed David Hamm. Quiring was a very gifted and successful teacher and preacher and became known far beyond his own settlement. He was active in the work of the  (General Conference of Russian Mennonites), of which he attended many sessions and served as chairman for three years. He also administered  and the  in the neighboring provinces of  and  and made a trip to St. Petersburg in behalf of all the Mennonites. Jacob Quiring, evangelist, educator, and scholar, who went to America, was his son. Johann Quiring died at Köppental on 9 April 1912.

Johannes Quiring, Mennoniten-Lehrer und Ältester in Russland, wurde bei Tessensdorf, nahe bei Marienburg in Westpreußen, am 12. September 1851 geboren. Im Jahr 1855 ließen sich seine Eltern in Köppental Am Trakt, Samara, Russland nieder. Nach seinem Taufunterricht in der Marienkirchenschule in Saratov im Jahre 1870 lehrte er in Köppental von 1870-1889. Nachdem die Schule als Ministerialschule reorganisiert wurde, war er Ausbilder im Bibelunterricht von 1898 bis 1911. Er diente als Lehrer von 1884-1911. Am 25. Oktober 1881 wurde Johannes Quiring zum Minister gewählt und 1884 zum Ältesten als Nachfolger von David Hamm. Quiring war ein sehr begabter und erfolgreicher Lehrer und Prediger und wurde weit über seine eigene Niederlassung bekannt. In seiner Arbeit als Vorsitzender der Bundeskonferenz (Generalkonferenz der russischen Mennoniten), die er 3 Jahre ausübte,  besuchte er viele Sitzungen. Seine Aktivitäten weitete er auch in die Nachbarprovinzen Ufa und Orenburg aus. Im Namen aller Mennoniten führte ihn eine Reise auch nach St. Petersburg. Sein Sohn Jacob, Evangelist, Pädagoge und Gelehrter, ging nach Amerika. Johannes Quiring starb am 9. April 1912 in Köppental.

Im Kirchenbuch Orlofferfelde, S. 423, unter der Auflistung für die Geburten findet sich für das Jahr 1892 folgende Bemerkung:

In diesem Jahr wurde am 12. Sonntag nach Trinitatis ein Jüngling Jakob Quiring aus Russland in unserer Ladekopper Kirche durch die heilige Taufe in unsere mennonitische Gemeinschaft aufgenommen. Derselbe ist ein Sohn des dortigen ... Ältesten Johann Quiring in Köppenthal bei Saratow. Er hatte in diesem Jahr die mennonitische Lehr- und Erziehungsanstalt auf dem Weiherhof absolviert und sollte nach der Absicht des Vaters danach zu seiner weiteren Ausbildung zum Weihegrad ...aber nach Bremen gehen, diesen Sommer nach Hause kommen um dort durch die heilige Taufe in die Gemeinde aufgenommen zu werden. Da nun .... dort in Russland die Cholera ausgebrochen war, schien es dem Vater nicht gut, dass der junge Mann, sein Sohn, dort hinkomme. Da auf sein Ersuchen, ob er nicht hier in unserer oder einer anderen Gemeinde in Preußen getauft werden könne, damit seine Station nicht noch ein Jahr länger unterbrochen würde und auf anhalten des Jünglings wurde nach geringster Vorbereitung .... die heilige Taufe von unserem Bruder Wiens aus Schönfeld an ihn vollzogen.